Alpe Stgegia/Medel GR

Sanierung der Alp auf der Nordseite des Lukmaniers (abgeschlossen)



 
 
   
  «Eine einzigartige Landschaft», so betitelte der Journalist der rätoromanischen Zeitung «La Quotidiana» den Artikel zur Eröffnung der neu restaurierten Ziegenalp «Stgegia» am Lukmanierpass. Über 300 interessierte Personen aus dem Bündnerland und aus dem Tessin nahmen im August 2003 an der Feier teil und konnten die fachmännisch instand gestellten Steinbauten bestaunen, die teilweise aus dem 15. Jahrhundert stammen.

Dieses SL-Projekt ist ein Beispiel für Grenzüberwindung in jeglicher Hinsicht: Die steinernen Bauten liegen zwar auf der bündnerischen Seite des Lukmaniers, sind aber stark von der Tessiner Bauweise geprägt. Eigentümerin und Bewirtschafterin ist das Patriziato von Dongio TI. Als der Staudamm noch nicht bestand, legten die Alphirten den langen Weg vom Bleniotal bis zur Alp zu Fuss zurück.

Die Restauration der Gebäude erfolgte in breiter Partnerschaft zwischen dem Patriziato, der Gemeinde Medel, der Denkmalpflege des Kantons Graubünden, der Patenschaft für Berggemeinden, dem FLS und der SL. Mitfinanziert wurde das Vorhaben vom Fonds für gemeinnützige Zwecke des Kantons Zürich.

Die Tessiner Behörden aktualisierten zusammen mit dem Amt für Natur und Umwelt Graubünden auf Wunsch der SL das Alpnutzungskonzept aus dem Jahre 1998. Alpe Stgegia, ein Kleinod am Lukmanier, schlug die Brücke zwischen Denkmal- und Naturschutz und moderner Alpwirtschaft sowie zwischen den Sprachkulturen.
   
   
 
 
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