Aktuell
 
 
 
Wildnis-Film bringt Besucherrekord ins Alpine Museum
Die Solidarität mit dem Alpinen Museum der Schweiz gipfelte am Montag, 13. November 2017, auf einem neuen Höhepunkt: 250 Besucherinnen und Besucher drängten sich in das volle Haus am Helvetiaplatz in Bern. Der Grund: die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz und Mountain Wilderness hatten zur Filmvorführung von «The New Wild» mit anschliessender Diskussion eingeladen.

Der Anlass setzte auf der einen Seite ein Zeichen der Solidarität mit dem Alpinen Museum der Schweiz, das von massiven Budgetkürzungen vonseiten des Bundesamts für Kultur betroffen ist (siehe Website Rettungsaktion für mehr Informationen). Gleichzeitig war es die Schweiz-Premiere des Films «The New Wild». Die Dokumentation zeigt Abwanderung und Verwilderung im italienischen Friaul.

Mehr Kunstprojekt denn Dokumentarfilm
«The New Wild» ist mehr Kunstprojekt denn Dokumentarfilm. Regisseur Christopher Thomson zeigt darin in ruhigen Bildern, von melodramatischer Stimme unterlegt, wie ganze Täler im italienischen Friaul verwildern. Der Film zeigt aber auch, wie Mensch und Natur Freiräume für neue Entwicklungen in diesen Gebieten finden.
Mit seiner ruhigen, vielleicht teils pathetischen Art provoziert «The New Wild» und löste auch an der Vorführung im Alpinen Museum kontroverse Meinungen aus. «Genau dies wollten wir bezwecken», erklärt Sebastian Moos von Mountain Wilderness Schweiz. «Es geht uns darum zu überlegen: Wo treffen wir in der Schweiz auf Verwilderung, wie können wir damit umgehen und bieten sich uns vielleicht auch Chancen aus dieser Entwicklung?»

Zwischen Stadt und Land
Im Anschluss an die Filmvorführung diskutierten Raimund Rodewald, Geschäftsleiter der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz und Tabea Baumgartner vom Center sursilvan d’agricultura genau diese Fragen. Die beiden fanden sich in der Diskussion, obwohl sie auf dem Papier unterschiedlicher nicht hätten sein können: Hier die junge Frau, die aus dem aargauischen Brugg in die Surselva gezogen ist und sich für eine nachhaltige Entwicklung einsetzt, da der gestandene Landschaftsschützer, der auch aus städtischer Perspektive auf die wilde Bergnatur blickt. Beide waren sich einig, dass es bei der Frage der Entwicklung im Berggebiet einen intensiven Austausch zwischen Stadt und Land braucht.

(Text: smo / Foto: jr )

 



 
 
SL lehnt Vorschläge des Bundesamtes zum Bauen ausserhalb Bauzone ab
Der strittige Planungsansatz, der den Kantonen mehr Kompetenzen geben soll im Umgang mit Bewilligungen für das Bauen ausserhalb Bauzonen, lehnt die SL ab. Sie plädiert aber für mehr Planungsqualität anstelle einer blossen Einzelfallbetrachtung. Zudem müssten die unsäglichen Durchlöcherungen der Nichtbauzone wie besipielsweise zum Abriss von Bauernhäusern mit Ersatzwohnbauten für Nichtlandwirte korrigiert werden.

 



 
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Arkadien? Arkadien! – ein Dialog mit Musik
Eine frech-ernst-witzige Umsetzung des Buches der SL "Arkadien. Landschaften poetisch gestalten" mit Dialogen sowie Arien, Liedern, Instrumentalstücken von Alonso Mudarra, Alessandro Scarlatti, Franz Schubert, Anton Webern, John Cage und Peter Streiff. 5 Aufführungen in der Schweiz (ab 7. Juli 2017).

 



 
 Arkadien_Dialog_mit_Musik_Einladung.pdf
 
Die Karstlandschaft bewahren
Reportage La Fondation suisse pour la protection du paysage au chevet des dolines
Emission Ensemble, RTS, 2.7.2017

   
 
 
Tagung zu Ehren von Philippe Werner am 16. Juni in Salgesch
Die Organisationen SL, Pro Natura VS, WWF VS und La Murithienne veranstalteten am 16. Juni in Salgesch eine Tagung zu Ehren von Philippe Werner, der am 19. Januar 2017 verstorben ist.
Langjähriges Vorstandsmitglied bei Pro Natura, Philippe galt als hervorragender Botaniker. Er hat sehr viele Vegetationsstudien (auch im Auftrag der SL) an schützenswerten Standorten durchgeführt sowie Aufwertungs- oder Wiederherstellungsprojekte von seltenen Lebensräumen (z.B. im Pfynwald und in den Flachmooren Ardon und Mutt) gesteuert. Er hat sich ebenfalls für diverse Artenschutzprogramme eingesetzt (Kleiner Rohrkolben, Walliser Levkoje, u.v.a.).

Um sein Andenken zu ehren, kam die Tagung auf einige seiner Arbeiten und die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen für den Naturschutz im Wallis zurück.

 



 
 Programm_Tagung_Philippe_Werner_16Juni17.pdf
 
Landschaft des Jahres 2017
Energieinfrastrukturlandschaft am Aare-Hagneck-Kanal
– fragiles Gleichgewicht zwischen Nutzen und Schützen


Die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz (SL) ernennte die Energieinfrastrukturlandschaft am Aare-Hagneck-Kanal zur Landschaft des Jahre 2017. Preisempfänger sind die BKW, der Energie Service Biel ESB und der Kanton Bern für ihr Engagement zur sorgfältigen, umwelt- und landschaftsverträglichen Sanierung der Kraftwerke und Umsetzung der Hochwasserschutzmassnahmen. Der Festakt mit anschliessenden Exkursionen fand am Samstag, 6. Mai 2017 auf dem Areal des Wasserkraftwerks Hagneck statt.

Am Vortag veranstaltete die SL eine Fachtagung zum Thema «Energiewende und Landschaftsschutz».

Unterlagen zur Tagung und zum Festakt finden Sie unter VERANSTALTUNGEN.

 



 
 Flyer_LdJ_2017
 Dokumentation_LdJ_2017
 
Ein neues Buch der SL: ‹Arkadien - Landschaften poetisch gestalten›

Raimund Rodewald, Geschäftsleiter Stiftung Landschaftsschutz Schweiz, und Köbi Gantenbein, Chefredaktor und Verleger Hochparterre, haben zum Thema Arkadien ein Buch herausgegeben. Zwanzig Persönlichkeiten mit Bezug zur Schweiz haben sie eingeladen, in Interviews und Essays ihr persönliches Arkadien zu erkunden. Mit ihrem ‹Plädoyer für eine Poesie des Raumes› rufen die Herausgeber zu einem Aufbruch nach Arkadien auf. Das Lesebuch mit stillen Fotos von Alexander Jacquemet richtet sich an Politiker und Planerinnen, Behördenvertreter und Architekten, öffentliche und private Bauherrschaften und an alle Landschaftsfans.

Zu bestellen bei Hochparterre


 



 
 Medienmitteilung Arkadien
 
Interaktive Karte der Windpark-Planungen in der Schweiz
Die interaktive Karte zeigt auf, wo überall in der Schweiz und im unmittelbar angrenzenden Ausland Windpärke geplant oder projektiert werden. Die Karte stützt sich auf eine gemeinsame Informationsplattform der sechs Umweltorganisationen Pro Natura, WWF, SVS/Birdlife Schweiz, SL, Helvetia Nostra und mountain wilderness sowie des Schweizer Alpen-Club SAC, in welcher die öffentlich verfügbaren Daten der Windenergieplanungen registriert, ausgetauscht und laufend aktualisiert werden.


de.windparkkarte.ch

 



 
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