Landschaft und Klimawandel

Landschaft und Klimawandel

Oktober 2026

Position der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz (SL-FP)

2025

2026

Extreme Hitze, längere Trockenperioden, Starkniederschläge, weniger Schnee und eine veränderte lokale und saisonale Wasserverfügbarkeit machen die Folgen des Klimawandels in der Schweiz für alle sicht- und spürbar. Landschaften verändern sich ständig; der vom Menschen verursachte Klimawandel ist heute ein wesentlicher Treiber dieser Veränderungen. Er beeinflusst Wasserhaushalt, Vegetation, Böden und Landschaftsbild – und damit auch die Art, wie Landschaften genutzt werden können und welche Leistungen sie für Mensch und Natur erbringen. 

Die Schweizer Klimaszenarien «Klima CH2025» zeigen die klimatischen Bedingungen in der Schweiz, wie sie bei einer globalen Erwärmung um 1.5, 2 oder 3 Grad gegenüber der vorindustriellen Zeit zu erwarten sind. Die 1.5-Grad-Welt beschreibt den heutigen Zustand, die 2-Grad-Welt dient als optimistische und die 3-Grad-Welt als realistische Grundlage für mittel- und langfristige Planungen. Die Extremereignisse der letzten Jahre vermitteln bereits eine konkrete Vorstellung davon, worauf wir uns vorbereiten müssen. 

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Unsere Landschaften sind davon stark betroffen, können aber auch selbst zum Klimaschutz und zur Anpassung an den Klimawandel beitragen – etwa indem sie Kohlenstoff und Wasser speichern, Hitze mindern oder Naturgefahren dämpfen. Die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz (SL-FP) setzt sich dafür ein, den Landschaftswandel bewusst zu gestalten und Landschaftsqualitäten zu sichern. Gefragt sind Anpassungsstrategien, die Landschaften widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels machen. Das erfordert ein gemeinschaftliches Handeln. Jetzt!

Klimaanpassung darf nicht zur Symptombekämpfung verkommen. Vielmehr sind Massnahmen abgestimmt auf die jeweiligen räumlichen Verhältnisse so zu entwickeln, dass sie unabhängig von den tatsächlichen Klimaentwicklungen langfristig wirksam bleiben. Sie dürfen dem Klimaschutz aber auch nicht entgegenwirken oder neue Probleme verursachen. Eine Win-Win-Situation wird dann erreicht, wenn Klimaanpassungsmassnahmen gleichzeitig einen Beitrag zum Klimaschutz leisten: Bäume spenden Schatten, nehmen Wasser auf und kühlen durch Verdunstung (Klimaanpassung) – sie binden gleichzeitig auch CO2 und senken den Energiebedarf für Klimaanlagen (Klimaschutz). Wenn Moore und Auen renaturiert werden dienen sie als natürlicher Hochwasserschutz und Wasserspeicher (Klimaanpassung) und sind gleichzeitig effiziente Kohlenstoffsenken (Klimaschutz). 

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